Der Vorsitzende der Parteifreien Gerhard Schlarb lud Freunde und Mitglieder zur Herbstversammlung in den Stadlerbräu Kolbermoor. Kernthema war die anstehende Kommunalwahl.  Hier wurde zunächst ein Stimmungsbild abgefragt, ob zu einer qualifizierten Stadtratsliste auch ein*e Bürgermeisterkandidat*in aufgestellt werden soll.  Dies wurde deutlich bejaht.  Die Vorstandschaft wurde beauftragt die Gespräche mit den möglichen Kandidaten zu führen und bis Ende Oktober zum Abschluss zu bringen.  Schlarb berichtete noch über das traditionelle Sommerfest der Parteifreien und freute sich über den  Zugang von neuen Mitglieder, dies sich anschließend selbst  vorstellten. Am 14. November ist die Nominierungsversammlung vorgesehen.

Fraktionssprecher und 2. Bürgermeister Dieter Kannengießer berichtete über die Arbeit im Stadtrat seit der letzten Versammlung.  So lobte er  die gelungene Fertigstellung des Bahnhofgebäudes mit Gastro und Garagen, die im September eingeweiht wurden. Außerdem wies er auf Beschlüsse zum Fahrradkonzept und die Vorstellung zum Neubau der Bahnunterführung hin.

Hinsichtlich der beiden laufenden Bürgerinitiativen äußerte Kannengießer, dass die Initiative zum Thema „Brenner-Nordzulauf“ die Bürger verbindet, dagegen die „Bürgerinitiative nein zum Krematorium“ die Bürger spaltet. Er persönlich unterstrich, dass er seine positive Entscheidung nicht hinterher in Frage stellt, da er sich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt hat.  Er wies nochmals auf die Stadtratsbeschlüsse hin.  Zum einen wurde dem Wunsch der BI nachgekommen, dass die Bürger hierzu abstimmen sollen (Ratsbegehren),  zum anderen wurde wunschgemäß beschlossen, dass an keiner anderen Stelle in Kolbermoor ein Krematorium entstehen soll. „Jetzt entscheidet der Bürger und nicht der Stadtrat“, so Kannengießer weiter.

Stadtrat Kerim Bacac bedauerte, dass derzeit der Wahlkampf bereits in vollem Gange ist.  Entscheidungen, die klar und deutlich in 2017 und im Mai 2019 zur Bauleitplanungen an der Hölderlinstraße zum Naturkindergarten erfolgten, werden plötzlich in Frage gestellt. Stadtrat Stefan Reischl nahm selbst an der Begehung, zu der der Bund Naturschutz eingeladen hat teil, kam ab zu keinem anderen Ergebnis.  Die jetzt mit der unteren Naturschutzbehörde und der Stadt abgesprochene Planung stellt wesentliche Verbesserungen für die Anlieger gegenüber der Ursprungsplanung dar und soll nach Meinung von Reischl entsprechend ins Verfahren gebracht werden.  Stadtrat Josef Hartinger wies im Zusammenhang mit dem ISEK „integriertem Stadtentwicklungskonzept“ darauf hin, dass viele von den 32 genannte Umsetzungspunkten einiges bereits ohnehin anstand,  jedoch durch das ISEK-Programm staatlich gefördert wird.

Nachgefragt wurde auch nach Wahlzielen, wie etwa eine weiterführende Schule für Kolbermoor. Hierzu wies Dieter Kannengießer in seiner Funktion als Kreisrat hin, dass dies eine Sachaufwandsaufgabe des Landkreises und nicht der Stadt ist. Vor der zuletzt gebauten Realschule für den westlichen Landkreis habe er damals einen entsprechenden Antrag für einen Standort in Kolbermoor gestellt. Dieser wurde jedoch zugunsten der der Marktgemeinde Bruckmühl abgelehnt. Neue zu errichtende weiterführende Schulen für den Landkreis stehen mittelfristig nicht an, so Kannengießer.

Abschließend wies Vorsitzender Gerhard Schlarb auf die am 04. November stattfindende Nominierungsversammlung für den Kreistag  hin, wobei der parteifreie Landratskandidat Bürgermeister Rainer Auer bereits im Juli nominiert wurde.

 

 

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